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doxter hält exklusive Online-Terminbuchung der TK für verfehlte Wettbewerbsmaßnahme

12 Dec 2011

Buchungen von Arztterminen über das Internet sind komfortabel, effizient und patientenfreundlich. Das hat auch die Techniker Krankenkasse erkannt und testet in einer einjährigen Pilotphase die Online-Terminbuchung für Patienten in Kooperation mit dem Web-Dienstleister samedi. Den exklusiven Terminbuchungs-Service nur für Mitglieder der TK hält doxter allerdings für nicht zielführend.

Ausdrücklich begrüßt doxter zunächst das Engangement der Techniker Krankenkasse ihren Mitgliedern einen verbesserten Zugang zum Arzt ermöglichen zu wollen. Mit dieser exklusiven Zusatzleistung der TK will die Kasse neue Mitglieder gewinnen und einen Wechsel zu anderen Kassen verhindern. Der verstärkte Wettbewerb unter den Krankenkassen fördert sichtbar die Innovationskraft im Gesundheitswesen.

Wettbewerb ja, aber sinnvoll

Die Maßnahme der Techniker Krankenkasse laufe allerdings "an den Bedürfnissen der Patienten vorbei", so doxter Mitbegründer Dr. Ron Lehnert. "An erster Stelle entscheidend für den Kassenpatienten ist vor allem, dass er einen Termin bekommt, möglichst zeitnah. Um das wie können wir uns kümmern".

Die vertraglich vereinbarte Blockierung von Terminzeiten ausschließlich für Mitglieder der TK seitens der kooperierenden Ärzte soll zwar den Zugang zur Praxis sicher stellen. Diese Lösung wird sich aber "dauerhaft nicht bewähren, solange bestimmte Leistungen der Versicherungsträger weiterhin wirtschaftlich unattraktiv für Ärzte bleiben", prognostiziert Dr. Lehnert. Ähnlich äußerte sich auch der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery in einem Interview Anfang September im WDR . Für Kassenpatienten wird es kürzere Wartezeiten auf einen Termin beim Arzt seiner Meinung nach nur bei besserer Bezahlung der Ärzte geben.

Anstatt finanzielle Ressourcen und personelle Kapazitäten für Online-Dienstleistungen zu binden, die von innovativen Unternehmen wie doxter bereits kostengünstig und unverbindlich zur Verfügung gestellt werden, könnten die Kassen ihre Strukturen verschlanken und Kostenersparnisse an ihre Mitglieder weitergeben. Nur so lässt sich auf lange Sicht erreichen, dass Kassenpatienten auch in gut besuchten Arztpraxen jederzeit willkommen sind und einen Termin erhalten.

Leicht, schnell und umkompliziert -- doxter macht es vor

Ein weiteres Manko sehen die doxter -Entwickler in der Engführung des Buchungsstromes über Unterseiten der Webauftritte von Techniker Krankenkasse bzw. von samedi. Auf der Suche nach dem Buchungsportal könne sich der Patient "im Netz schon einmal verlaufen", so Julian Hoffmann von doxter Außerdem müssen Mitglieder der TK ein samedi-Benutzerkonto einrichten und immer ihre TK-Mitgliedsnummer zur Hand haben, um eine Buchung abschließen zu können.

Dies sei "einfach nicht mehr zeitgemäß", kommentiert Kai Rubarth vom doxter-Entwicklungsteam den TK/samedi-Buchungsvorgang. Im Internet müsse alles "leicht zu finden sein und schnell und unkompliziert gehen", so Rubarth weiter.

Das Motto von doxter, dem Spezialisten die Onlinebuchung von Terminen lautet daher: "In 15 Sekunden zum Arzttermin". Künftig könnte dieser Leitsatz noch um einen Zusatz ergänzt werden: "Und zwar für alle Patienten".